Cannabidiol

CBD gegen Demenz – kann Cannabidiol hier helfen?

Eine Demenz ist eine degenerative Erkrankung des menschlichen Gehirns. Dabei kommt es zum Verlust von kognitiven, sozialen und emotionalen Fähigkeiten des betroffenen Patienten. Bestimmte Funktionen des Gehirns funktionieren weniger gut, wie etwa das Gedächtnis. Auch die Sprache, die Motorik und das Denkvermögen sind betroffen. Viele Patienten können sich nicht mehr gut orientieren, andere Menschen und Gegenstände nicht mehr erkennen, sie werden vergesslich, können keine Abläufe mehr lernen oder Handlungen planen. Sehr oft findet eine Persönlichkeitsveränderung bei der betroffenen Person statt, und es kommt zu allgemeinen Stimmungsschwankungen.

  1. Welche pflanzliche Begleitung gibt es für die gewöhnliche Therapie?
  2. Eine individuelle Dosierung ist möglich
  3. Cannabidiol wird gut vertragen und hat wenig Nebenwirkungen

Sehr viele Menschen wissen nicht viel über die Unterschiede zwischen Demenz und Alzheimer. Sehr oft wird angenommen, es handelt sich um die gleiche Krankheit, obwohl das nicht der Fall ist. Alzheimer ist die häufigste Form der Demenzerkrankung, ca. 60 % der Patienten haben Alzheimer. Alzheimer ist also eine Variante der Demenzerkrankung, es gibt aber auch Patienten mit einer Demenzerkrankung, die kein Alzheimer haben. Andere wesentliche Demenzerkrankungen sind vaskuläre Demenz, frontotemporale Demenz und Lewy-Körperchen-Demenz.

In Deutschland sind etwa 1,6 Millionen Menschen an einer Demenz erkrankt. Jedes Jahr bekommen ca. 300.000 neue Personen die Diagnose Demenz. Sowohl für die Erkrankten als auch für die Angehörigen bedeutet die Diagnose Demenz eine große Veränderung in ihrem täglichen Leben. Um die Gesundheit des Patienten zu unterstützen, probieren viele Menschen die Einnahme von CBD. CBD ist ein Extrakt, dass aus der Hanfpflanze gewonnen wird. Es soll die kognitiven Leistungen verbessern und sich positiv auf das menschliche Nervengewebe auswirken.

▶️ Hanf – Eigenschaften der Heilpflanze

Cannabidiol(CBD) besteht aus dem weiblichen Hanf. Das Mittel wirkt entzündungshemmend, angstlösend, entkrampfend und hilft gegen Übelkeit. CBD hat keine berauschende Wirkung und wird von der WHO als unbedenklich eingestuft. Die Hanfpflanze wird schon seit 5.000 Jahren medizinisch eingesetzt. Cannabidiol besteht aus Mineralstoffen, Proteinen, Balaststoffen, Vitaminen und weiteren Fettsäuren.

Zudem besitzt es folgende Inhaltsstoffe:

  • Cannabinol
  • Terpene
  • Cannabichromen
  • Cannabigerol
  • Flavonoide

Viele Studien bestätigen eine positive Wirkungsweise von Cannabidiol (CBD). Laut diversen Studien kann CBD für unterschiedliche Leiden eingesetzt werden. Es hilft gegen Entzündungsvorgänge bei Diabetes Typ1. Es wird gegen Epilepsie eingesetzt, gegen die Parkinsonerkrankung, bei Nikotinsucht, bei Angstzuständen, bei psychotischen Symptomen, Schizophrenie, Nervosität, zu starkem Appetit und bei Schlafstörungen. Bei Demenzpatienten hat das Cannabidiol eine nervenschützende Wirkung. CBD wirkt entzündungshemmend und kann daher die Entwicklung einer Demenz verlangsamen. Zudem soll es einen großen Nutzen für Alzheimer Patienten haben.

▶️ Kann Cannabis medizinisch genutzt werden – wie ist der Stand der medizinischen Legalisierung?

Jeder Mensch hat ein Endocannabinoid-System (ECS), das ist ein Teil des menschlichen Nervernsystems. Das System umfasst zwei Cannabinoid-Rezeptoren, CB1 und CB2. Dabei hat der CB2-Rezeptor eine wichtige Funktion in der Regulation des Immunsystems im Menschen. Das ECS-System arbeitet sehr fein aufeinander abgestimmt und kann unterschiedliche Botenstoffe im menschlichen Körper aktivieren. Außerdem beeinflusst es wichtige Funktionen des Körpers, wie z. B. Lern- und Bewegungsprozesse. Es gibt Untersuchungen dazu, dass CBD als Cannabinoid wirksam werden und so dem Organismus nützen kann. Wenn Cannabis konsumiert wird, bindet es sich über den Wirkstoff THC an die CB1- und CB2-Rezeptoren. Von dort aus kann es seine Wirkung entfalten.

Forscher fanden auĂźerdem folgendes heraus:

  • CBD wirkt beruhigend auf das zentrale Nervensystem und kann AngstgefĂĽhle lindern
  • CBD kann sehr wahrscheinlich Schmerzen reduzieren.
  • CBD wirkt allgemein entzĂĽndungshemmend.
  • Welcher Zusammenhang besteht zwischen Demenz und dem ECS?

Wenn ein Patient an einer Demenz erkrankt ist, geht man davon aus, dass im Nervengewebe EntzĂĽndungsprozesse ablaufen. Diese sind mitverantwortlich fĂĽr die Krankheit. Laut einer Studie aus Dublin gibt es einen Zusammenhang zwischen dem ECS-System und dem Verlauf von den EntzĂĽndungen der menschlichen Nerven.

▶️ Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Alzheimer und dem ECS-System?

Das körpereigene Endo-Cannabinoid-System wird durch eine Alzheimer-Erkrankung nachweislich verändert. Seine Aktivität ist im Alter reduziert. Bei der Veränderung des ECS-Systems spielen die CB1- und CB2-Rezeptoren eine wichtige Rolle. Daraus lässt sich schließen, dass eine Alzheimer Erkrankung sehr eng mit dem ECS-System verbunden ist. Es gibt jedoch aufgrund der aktuellen Studienlage noch keine konkrete Handlungsempfehlung für die Patienten. Womöglich kann THC in niedrigen Dosen die Aktivität des ECS-Systems wieder anregen und damit die Alzheimersymptome verringern.

▶️ Welche Wirkungen hat Cannabidiol bei einer Demenzerkrankung?

Cannabidiol. bei DemenzEs gibt Forschungen, die zeigen, dass Cannabidiol bei der Erkrankung mit Demenz entzündungshemmend wirken kann. CBD ist eine Substanz mit natürlichem Ursprung, die auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken kann. Bei CBD handelt es sich nicht um ein verschreibungspflichtiges Medikament. CBD ist ein Nahrungsergänzungsmittel, es darf daher keine Werbung mit eventuellen Wirkungen der Substanz gemacht werden. Eine Demenzerkrankung kann nicht geheilt werden, CBD kann aber entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken. So kann es die Symptome bei Demenz und Alzheimer lindern.

Wenn der Körper eine Entzündung hat, bedeutet das für ihn ein Alarmsignal. Wenn Entzündungen länger andauern, entstehen im Körper viele schädliche freie Radikale. Dazu gehören die Reaktiven Sauerstofftypen.

Beta-Amyloid ist ein Eiweiß im Körper, dass ein großes Vorkommen von reaktiven Sauerstofftypen auslösen kann. Wenn dieser Vorgang ausgelöst wird, können im Gehirn Neuronen (elektrisch empfindliche Zellen) und Synapsen (Kontakte zwischen Nervenzellen) verloren gehen. Dadurch entsteht ein Gedächtnisverlust, ein typisches Merkmal einer Demenzerkrankung.

Bei CBD nimmt man an, dass es die Wirkung von einem großen Sauerstoffaufkommen im Körper und seinen Folgen umkehren kann. Einige wissenschaftliche Studien legen diese Vermutung nahe. Cannabinoide haben die Fähigkeit, die menschlichen Nerven vor Schäden zu schützen.

Studienauswertung zum Thema CBD bei einer Demenz

Viele Studien belegen eine schĂĽtzende Wirkung von CBD fĂĽr die menschlichen Nerven. Eine Studie aus Italien (von der Sapienza University of Rome) konnte belegen, das CBD eventuell das Wachsen von menschlichem Nervengewebe weiter anregen kann. Dies geschieht durch die entzĂĽndungshemmenden und anti-oxidativen Eigenschaften des Canna-bidiol.

Diese Annahme ist für die Gesundheit von Alzheimer-Patienten wichtig, da bei ihnen während der Erkrankung eine Ausbremsung des Nervengewebewachstums entsteht. Man sollte allerdings wissen, dass bis heute noch nicht eindeutig nachgewiesen werden konnte, welche Prozesse im Körper und im Gehirn eine Demenzerkrankung auslösen können.

Um haltbare Aussagen machen zu können müssen die Demenzerkrankungen, das ECS-System und auch der Wirkstoff CBD noch besser erforscht werden. Erst dann kommt CBD für eine medizinische Behandlung in Frage. Solange kann man als Patient CBD als freiverkäufliches Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen.

Welche Erfahrungen gibt es zum CBD-Ă–l bei einer Demenz?

Bis heute liegen keine Erfahrungsberichte vor, die darüber Aufschluss geben können, wie der Wirkstoff CBD bei einer Demenz wirken kann. Einer der Gründe dafür ist, dass viele Betroffene ihre Erfahrungen nicht öffentlich zugänglich machen. Es gibt allerdings Erfahrungsberichte zu anderen Krankheiten wie Arthrose oder Gicht, bei denen gute Erfolge nachgewiesen werden konnten.

Welche Dosierung von CBD-Ă–l bei einer Demenz?

Das CBD-Öl wird in unterschiedlichen Formen angeboten. Es gibt folgende Möglichkeiten:

  • CBD Ă–l
  • CBD Kapseln
  • CBD Tabletten
  • CBD Tinkturen

Für Menschen mit einer Demenzerkrankung ist das CBD Öl am besten geeignet. Für die Erkrankten ist es sehr einfach, das CBD als Öl einzunehmen und zu schlucken. Selbst eigene Angehörige können dem Patienten das CBD-Öl verabreichen. Auch die richtige Dosierung kann bei Nutzung des CBD-Öls sehr leicht gefunden werden.

Eine richtige Dosierung für den Patienten herauszufinden ist wichtig, da es momentan keine allgemeine Dosierungsempfehlung für CBD bei einer Demenz gibt. Eine allgemeine Empfehlung ist es, täglich höchstens 25 mg CBD zu sich zu nehmen. Das bedeutet, der Patient nimmt 15 Tropfen von einem 5-prozentigen CBD Öl oder er nimmt 7 Tropfen von einem 10-prozentigen CBD Öl. Das CBD Öl enthält keine ungewollten Aromen oder andere Zusatzstoffe. Dies sieht bei Vape-Konzentraten, die der Patient einatmet, anders aus. Hier kommt der Patient auch mit ungewollten Aromen oder Zusatzstoffen in Berührung. Außerdem besitzt das CBD-Öl eine länger anhaltende potentielle Wirkung. Die Patienten müssen allerdings etwas warten, bevor sie eine Wirkung von Canna-bidiol bemerken, da man die Wirkung von CBD normalerweise erst nach vier Wochen nachweisen kann.

Anwendung von CBD bei Alzheimer: Vorteile von sublingualer Verabreichung

Für das CBD Öl ist eine sublinguale Anwendungsform besonders gut geeignet. Sublingual bedeutet, dass ein Paar Tropfen des Öls unter der Zunge eingenommen werden. Der Patient muss ein bis zwei Minuten warten und kann dann den Rest des Öls herunterschlucken. Die Wartezeit ist nötig, damit alle Inhaltsstoffe des CBD-Öls über die Mundschleimhaut aufgenommen werden können. Am Besten ist es, wenn man außerdem die nächsten 20 Minuten keine Getränke oder Lebensmittel zu sich nimmt. So kann das CBD-Öl seine Wirkung besonders gut entfalten.

Welche Nebenwirkungen gibt es bei der Einnahme von CBD-Ă–l?

CBD hat nur wenige bekannte Nebenwirkungen. Bei CBD-Öl handelt es sich um ein Naturextrakt. Die möglichen Nebenwirkungen sind Benommenheit, Schläfrigkeit oder ein trockenes Mundgefühl. Außerdem kann CBD-Öl möglicherweise den Blutdruck senken. Deswegen ist es für Patienten mit einem niedrigen Blutdruck wichtig, auf ihre Blutdruckwerte zu achten. Es gibt auch die Vermutung, das das Canna-bidiol negative Auswirkungen auf eine Glaukomerkrankung haben könnte. Dies muss jedoch erst in weiteren Untersuchungen bestätigt werden.

Demenz und CBD: Welche Wechselwirkungen gibt es mit anderen Medikamenten?

Selbst wenn man Nahrungsergänzungsmittel wie CBD-Öl zu sich nimmt, können Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten. Da viele Demenzkranke ein hohes Lebensalter erreicht haben, nehmen sie häufig auch noch andere Medikamente. Von Cannabidiol weiß man, dass es körpereigene Enzyme beinflussen kann. Dies kann dazu führen, dass andere eingenommene Medikamente in ihrer Wirkung verändert werden. Daher ist bei Unsicherheit ratsam, die Meinung eines behandelnden Arztes einzuholen.

Diese Medikamente können eine Wechselwirkung mit CBD haben:

  • Säurehemmer
  • Gerinnungshemmer
  • Schmerzmittel
  • Neuroleptika

Welche Wechselwirkungen bestehen mit anderen Nahrungsergänzungsmitteln

Oft unterschätzen Patienten die Risiken, die bei einer Einnahme von mehreren Nahrungsergänzungsmitteln gleichzeitig entstehen können. Auch bei zwei oder mehr Nahrungsergänzungsmitteln können Wechselwirkungen untereinander entstehen. So kann CBD, wenn es mit anderen Mitteln gemeinsam eingenommen wird, zu einer höheren Schläfrigkeit bei dem Patienten führen.

 

Studien:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5312634/

https://www.ingentaconnect.com/content/wk/bepha/2017/00000028/I0010si2/art00007

https://www.liebertpub.com/doi/full/10.1089/can.2016.0034

https://www.researchgate.net/publication/8577477_Cannabidiol_-_Transdermal_delivery_and_anti-inflammatory_effect_in_a_murine_model

 

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