Cannabidiol

CBD fĂŒr Senioren – sinnvoll? Was sagt die Wissenschaft?

Dank der medizinischen Entwicklungen werden Menschen in der heutigen Zeit immer Ă€lter. Die Senioren, die fit sind, ihren Interessen nachgehen können und sich gesund und vital fĂŒhlen, können sich glĂŒcklich schĂ€tzen. Denn einem großen Teil ihrer gleichaltrigen Mitstreiter geht es ganz anders. Chronische Erkrankungen im Bewegungsapparat und Bluthochdruck sind bei Ă€lteren Menschen keine Seltenheit und hĂ€ufig genug, kommt nicht nur eine der Erkrankungen allein daher.

Mit zunehmendem Alter und dem Fortschreiten der Erkrankungen sind Schmerzen und BewegungseinschrĂ€nkungen DauergĂ€ste im Alltag. Die Einnahme von Chemie wird abgelehnt, Medikamente werden schlecht vertragen oder ungĂŒnstig kombiniert und der Leidensdruck wird so hoch, dass der Senior von sich aus nach natĂŒrlichen und milderen Mitteln sucht, um seine LebensqualitĂ€t zu verbessern und das Wohlbefinden zu steigern.

Wer sich mit der Thematik auseinander setzt, stĂ¶ĂŸt frĂŒher oder spĂ€ter auf SBD – ein Extrakt aus der Hanfpflanze. Und zwar jedes Mal, wenn eine der gĂ€ngigen Alterskrankheiten und natĂŒrliche Heilmittel zusammen gesucht werden – zum Beispiel im Internet. Kann ein Stoff gegen alles helfen? Gegen wirklich alles wohl nicht, aber gerade die Alterskrankheiten wie RĂŒcken- und Gelenkschmerzen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Schlafstörungen können mit CBD wirksam behandelt werden.

CBD – Medizin oder Hausmittel?

CBD fĂŒr Ă€ltere Menschen
CBD fĂŒr Ă€ltere Menschen – ist das sinnvoll?

Als Arznei kann CBD nicht bezeichnet werden und die Produkte die im Handel erhĂ€ltlich sind, sind auch nicht als Arzneimittel, sondern als NahrungsergĂ€nzungsmittel zugelassen. Ein Heil- oder Wirkversprechen dĂŒrfen die Produkte daher weder geben, noch damit beworben werden. Erinnern wir uns an Stevia – das kalorienfreie SĂŒĂŸungsmittel aus einer Pflanze. Sie war offiziell nicht erlaubt fĂŒr den Einsatz im Lebensmittelbereich, als Zierpflanze aber erhĂ€ltlich. So Ă€hnlich arbeiten die Hersteller in Hinsicht auf die CBD Produkte. Denn viele Senioren wĂŒrden deutlich mehr Schmerzen erleiden mĂŒssen, wenn die Hersteller nicht auf die Lösung mit den NahrungsergĂ€nzungsmitteln ausweichen wĂŒrden.

Hanf ist ohnehin im GesprĂ€ch, wegen dem Inhaltsstoff THC – das bei CBD Produkten aber nicht enthalten ist. Cannabis zu legalisieren, ist die Forderung vieler chronisch Kranker und Schmerzpatienten. In dem Zuge wĂ€re es denkbar, dass auch der Status von CBD neu eingeordnet wird.

Am meisten zur Anwendung kommt von den CBD Produkten das Öl. Es kann Ă€ußerlich wie auch innerlich angewandt werden, wobei die Ă€ußerliche Anwendung eher durch CBD Öl haltige Cremes erfolgt.

Wie weit ist die Forschung?

Forscher untersuchen bereits seit Jahren, wenn nicht gar Jahrzehnten die Wirkung von Extrakten aus der Hanfpflanze. Beim Cannabidiol wurden angstlindernde, schmerzlindernde und beruhigende Eigenschaften festgestellt. Außerdem werden EntzĂŒndungen gehemmt. Damit lĂ€sst sich CBD bei vielen Symptomen und Krankheitsbildern einsetzen, Ă€hnlich wie andere Heilpflanzen, die Mehrfachwirkungen aufweisen (Hagebutte, Kamille, Melisse und Co).

Übrigens belegen Überlieferungen, dass Hanf bereits 2000 Jahre vor unserer Zeitrechnung als Heilpflanze erkannt und eingesetzt wurde. Aufgrund der berauschenden Wirkung einiger Bestandteile und die Nutzung als Droge, war Hanf als Pflanze ĂŒber lange Zeit verpönt und auf den Joint reduziert. Auch wenn THC fĂŒr viele von Bedeutung ist, spielt die berauschende Wirkung fĂŒr Senioren ĂŒberhaupt keine Rolle und CBD darf nicht mit THC gleich gestellt werden.

Die Wirkung von Hanf bei Krebs, ADHS, Tourette oder chronischen Schmerzen steht seit einigen Jahren wieder im Fokus. Im Zuge dieser Forschungen wurde festgestellt, dass auch THC nicht bei allen Menschen berauschende Effekte auslöst, sondern schwerwiegende Symptome lindern kann. Ähnlich ist es mit dem CBD – eine verlĂ€ssliche Wirkung kann nicht zugesichert werden, wurde aber in vielen FĂ€llen beobachtet.

Die Hanfpflanze besteht aus Ballaststoffen, Vitaminen, Eiweißen, Mineralstoffen und AminosĂ€uren. Substanzen die extrahiert werden können sind Cannabinol, Terpene, Flavonoide, Cannabigerol und Cannabichromen.

Der hochwertige Mix an Inhaltsstoffen fĂŒhrt dazu, dass Hanf als Lebensmittel (Hanfsamen), Tee, Öl und als Zutat in Kosmetikprodukten verwendet wird. Hanfbutter, DuschbĂ€der und Cremes wirken beruhigend auf die Haut, machen sie geschmeidig und dĂ€mmen entzĂŒndete Stellen ein.

Anwendungsgebiete

Ältere Menschen sind hĂ€ufig von Parkinson, Rheuma, Demenzen wie Alzheimer, GelenkverĂ€nderungen oder -entzĂŒndungen und Schlafstörungen betroffen. Wirkungen gegen diese Krankheiten wurden beobachtet. Hervorgerufen werden sie durch das Andocken der Cannabinoide an das körpereigene Endocannabinoid-System, ĂŒber das jeder Mensch verfĂŒgt. Auch Krankheiten von denen nicht nur Senioren betroffen sind, bessern sich unter der Anwendung von CBD. Zu ihnen gehören Multiple Sklerose, Bluthochdruck, Schmerzen, Fibromyalgie, Krebs und Angststörungen. Wobei die Wirkung in Bezug auf Krebs sich eher auf die Linderung von Nebenwirkungen der Chemotherapie bezieht, als auf die Tumore direkt.

Gerade bei Senioren treten oft mehrere Krankheitsbilder zusammen auf, was bedeutet, dass jede Krankheit mit Medikamenten behandelt werden muss. Die Einnahme verursacht vielen Ängste, weil sie Neben- und Wechselwirkungen fĂŒrchten. Zu Recht, wie Untersuchungen belegt haben. Viele nehmen Medikamente zusammen ein, die im Beipackzettel eindeutig als ungĂŒnstige Kombi deklariert werden. Wenn ein Arzt nicht wachsam ist oder ein Apotheker darauf hinweist, kann es schnell passieren, dass solche Gegenspieler zeitgleich verordnet werden. Vor allem, wenn ein Facharzt nur eine Krankheit anschaut und nur die Medikamente dafĂŒr anschaut, ohne nach Vorerkrankungen oder bereits verordneten Medikamenten zu fragen. Dass Symptome sich nicht bessern oder gar unertrĂ€glich werden, kann dann auch darauf zurĂŒckzufĂŒhren sein, dass sich die Wirkungen zweier Medikamente stark abschwĂ€chen oder gar aufheben.

NĂ€he zur Natur

Senioren sind in einer Zeit aufgewachsen, in der die Kraft der Natur noch mehr geschĂ€tzt wurde. Daher sind sie eher bereit den KrĂ€ften der Natur zu vertrauen und auf Naturheilmittel zu setzen. Mit den CBD Produkten wird dieses Vertrauen belohnt und vielen Senioren gelingt es, mit natĂŒrlichen Mitteln, sich von Ängsten zu befreien, besser zu schlafen und schmerzfreier zu leben.

Aufgrund der Tatsache, dass CBD nicht als medizinischer Wirkstoff anerkannt und zugelassen ist, gibt es leider auch keine Dosierungsanleitung. Jeder ist gezwungen, durch Selbstversuche die fĂŒr ihn gĂŒnstige Dosierung herauszufinden. Empfohlen wird, mit 1 bis 2 Tropfen zu beginnen und die Wirkung zu beobachten, bzw. ganz am Anfang ĂŒberhaupt die VertrĂ€glichkeit festzustellen. Im Wochenturnus kann die Dosis dann stetig um weitere 1 bis 2 Tropfen erhöht werden, bis sich das Wohlbefinden deutlich verbessert.

Fest steht, dass Senioren immer gesundheitsbewusster sind und selbstbestimmt fĂŒr ihr Wohlbefinden einstehen. Der Griff in die KrĂ€uterkiste ist vielen wesentlich lieber, als der Gang zur Apotheke. Tees und pflanzliche AuszĂŒge werden so angewandt, wie sie es als Kind schon kennengelernt haben, wenn vielleicht nicht mit CBD. Aber Wickel bei Husten und Tee bei Bauchweh kennen nicht nur die Menschen, die heute alt sind, sondern auch die jungen Menschen von heute.

Die Pluspunkte von CBD

Zum einen sind die Darreichungsformen sehr vielfÀltig.

  • CBD Öl
  • CBD Cremes
  • CBD Vape-Konzentrate
  • CBD Tee
  • CBD Tabletten
  • CBD Tinkturen
  • CBD Kapseln
  • CBD Lebensmittel

Damit kann jeder fĂŒr sich die bevorzugte Applikation auswĂ€hlen und deren Wirkung testen. Einige PrĂ€parate lassen sich auch miteinander kombinieren oder unterschiedlich anwenden (außen, innen).

Die andere Seite sind die vielen möglichen Anwendungsbereiche. Hier zeigen sich die Pluspunkte deutlich. Denn auf natĂŒrlichem Weg kann CBD Schmerzen lindern, EntzĂŒndungen hemmen, Ängste lösen, den Schlaf fördern, den Blutdruck senken, die Stimmung aufhellen und sogar zur Behandlung von SĂŒchten eingesetzt werden. Das alles bewirkt eine einzige Substanz!

Einnahmetipps fĂŒrs Öl

FĂŒr Senioren empfiehlt es sich, das Öl sublingual einzunehmen. Das bedeutet, dass die Dosis unter die Zunge gegeben wird. Die Gesamtdosis kann auch ĂŒber den Tag verteilt werden, vor allem, wenn hohe Dosen nötig sind, um eine Wirkung zu verspĂŒren. Das Öl soll ein bis zwei Minuten unter der Zunge bleiben, bevor es geschluckt wird. Danach soll fĂŒr mindestens 20 Minuten auf die Nahrungsaufnahme oder Zufuhr von GetrĂ€nken verzichtet werden, wenn dies möglich ist. Auch die ZĂ€hne sollten nicht unmittelbar vor- oder nachher geputzt werden.

Um sich die Einnahme in die Tagesstruktur einzubauen und nicht zu vergessen, das Öl zu nehmen, richten sich viele die Morgenroutine so ein, dass sie das Öl einnehmen. Bis dann alle morgendlichen Handlungen vorgenommen sind, ist die 20 Minutenfrist dann auch schon um, und es kann ans FrĂŒhstĂŒck gehen.

Neben- und Wechselwirkungen

Medikamente haben oft lange Beipackzettel mit Nebenwirkungen, die oft auch schwerwiegend sein können. CBD ist zwar nicht ganz frei von Nebenwirkungen, jedoch sind es nur wenige unerwĂŒnschte Effekte die auftreten können. Dazu gehören SchlĂ€frigkeit, ein trockener Mund und Benommenheit. Wird CBD bei normalem Blutdruck eingenommen, kann der aufgrund der blutdrucksenkenden Wirkung natĂŒrlich abfallen und ggf. zu niedrig werden. Hier ist es ratsam, regelmĂ€ĂŸige Messungen vorzunehmen.

In der Diskussion ist, ob sich die Einnahme von CBD auf Glaukomerkrankungen auswirkt. Hier gibt es keine abschließenden Ergebnisse.

Die gleichzeitige Einnahme von CBD und Medikamenten kann zu Wechselwirkungen fĂŒhren. In der Regel wirkt CBD sich nur darauf aus, dass Medikamente stĂ€rker oder schwĂ€cher wirken. Gravierendere Wechselwirkungen sind nicht bekannt. Zu den Medikamentengruppen, die mit CBD interagieren gehören Neuroleptika, Gerinnungshemmer, Schmerzmittel und SĂ€urehemmer.

GrundsĂ€tzlich ist es ratsam mit dem Hausarzt ĂŒber die Einnahme von CBD zu sprechen und sich nach Wechselwirkungen zu erkundigen. Da die Einnahme mit geringen Dosen beginnt, muss der Arzt ja auch das eventuelle Absetzen oder die Dosierungsanpassungen von Medikamenten begleiten.

Vorsicht bei weiteren NahrungsergÀnzungsmitteln

Stellt sich eine sehr starke SchlĂ€frigkeit ein, ist die LebensqualitĂ€t nicht unbedingt gesteigert und der Alltag kann gefĂ€hrliche Situationen mit sich bringen. Nicht immer ist diese SchlĂ€frigkeit jedoch auf Wechselwirkungen mit Medikamenten zurĂŒck zu fĂŒhren. Auch andere NahrungsergĂ€nzungsmittel oder KrĂ€uter können mit CBD interagieren und mĂŒde machen. Zu nennen wĂ€ren in diesem Zusammenhang Hopfen, Johanniskraut, Kava, L-Tryptophan oder Katzenminze und Melatonin.

Eine ausgewogene ErnÀhrung ist immer besser, als die Zufuhr von NahrungsergÀnzungsmitteln. Doch diese Stoffe finden sich auch in Lebensmitteln, Tees oder Genussmitteln.

Ähnliche Artikel

SchaltflĂ€che "ZurĂŒck zum Anfang"