Cannabidiol

CBD und Sport – Wirkung, Einnahme – Regeneration?

Sport treiben viele, um sich einen Ausgleich zum Beruf zu schaffen, die Gesundheit zu stĂ€rken oder auch, um sich zu Höchstleistungen anzutreiben. Die typischen Begleiterscheinungen unserer Wohlstandsgesellschaft fĂŒhrt dazu, dass viele Sport treiben, weil sie gegen Diabetes ankĂ€mpfen mĂŒssen, chronische RĂŒckenschmerzen haben oder ihr HĂŒftgold wieder loswerden wollen bzw. mĂŒssen. Egal, woher die Motivation oder Notwendigkeit fĂŒr Sport kommt, vielen macht es dann auch Spaß, wenn sie erst einmal die richtige Sportart fĂŒr sich gefunden haben.

Beliebte Sportarten sind Schwimmen, Radeln, Laufen und die muskelbildenden Übungen im Fitnessstudio.

In Zusammenhang mit Sport sind immer wieder auch NahrungsergĂ€nzungsmittel im GesprĂ€ch, die den Muskelaufbau fördern oder die Knochen stĂ€rken sollen. Seit geraumer Zeit ist auch CBD – ein Extrakt aus der Hanfpflanze in den Fokus von Sportlern gerĂŒckt. Eingesetzt wird es zur Regeneration und zur Linderung bei Überanstrengung, EntzĂŒndungen und Sportverletzungen.

Muskelkater ade?

In Amerika gehört CBD schon seit langem ins Fitnessprogramm wie die AufwĂ€rmphase vorweg. Kein Wunder, dass sich auch Sportler hierzulange dafĂŒr interessieren und wissen wollen, wie CBD wirkt und ob sie ihre Trainingsergebnisse unter der Einnahme von CBD steigern können.

Wirkungen wurden vor allem bei Muskelkater und der Muskelregeneration beobachtet. ZurĂŒckzufĂŒhren ist das auf das Zusammenspiel von CBD mit dem körpereigenen Endocannabinoid-System (ECS). CBD dockt an den Cannabinoid Rezeptoren im ECS an und wirkt sich dann auf Schmerzempfinden und EntzĂŒndungen aus.

Sportler setzen CBD ein, um nach enormen körperlichen Leistungen, gegen den zu erwartenden starken Muskelkater zu kĂ€mpfen. In den USA wird dies wie bereits erwĂ€hnt seit langem gemacht und die Sportler sagen, dass sie besser trainieren und vor allem hinterher schneller regenerieren können, was enorm wichtig ist. Spitzensportliche Leistungen wirken sich auf das Immunsystem aus und in einer Zeitspanne nach einem besonders harten Training oder Wettkampf kann es zur sogenannten Open Windows Phase kommen, in denen die Zahl der Abwehrzellen besonders niedrig ist und die InfektanfĂ€lligkeit stark ansteigt. Mit der Einnahme von CBD verkĂŒrzt sich die Regenerationszeit und somit wird auch die LĂŒcke im Immunsystem deutlich verkleinert.

Wie kann CBD angewendet werden

Obwohl CDB als Öl oder Kapsel zu den NahrungsergĂ€nzungsmitteln zĂ€hlt, gibt es auch Applikationen fĂŒr die Haut. Die Kosmetikindustrie hat ganz unabhĂ€ngig von der Wirkung auf Sportler, Hanf als Ingredienz entdeckt und setzt es Shampoos, Duschgelen und Cremes zu.

FĂŒr den Sportler sind in erster Linie Hanfprodukte aus dem Sektor Lebensmittel (z.B. Hanfsamen, Tee) und NahrungsergĂ€nzungsmittel wie Öl oder Kapseln interessant. Aber zur Übersicht hier einmal eine Liste mit möglichen CBS Produkten:

CBD Kapseln

  • CBD Öl
  • CBD Tabletten
  • CBD Globuli
  • CBD Vape-Konzentrate
  • CBD Tee
  • CBD Tinkturen
  • CBD Lebensmittel
  • CBD Cremes

Die wirksamen Inhaltsstoffe sind:

  • Cannabigerol
  • Flavonoide
  • Cannabichromen
  • Cannabinol
  • Terpene

CBD – Cannabidiol wird aus Hanf extrahiert und wirkt lösend auf KrĂ€mpfe, Ängste und hemmt EntzĂŒndungen. Im Sport ist es daher ideal im Kampf gegen Gelenk- und MuskelentzĂŒndungen, Muskelkater, aber auch gegen Schmerzen nach Sportverletzungen.

Problem fĂŒr Dopingkontrollen?

Die Welt-Anti-Doping Kommission hat CBD im Jahr 2018 von der Liste der verbotenen Substanzen gestrichen, weil es in vielen LĂ€ndern legal ist, so auch bei uns. Die Hersteller mĂŒssen jedoch darauf achten, dass der berauschende Inhaltsstoff THC nur in sehr geringer Menge (weniger als 0,2 %) enthalten sein darf.

Trotzdem ist es fĂŒr Wettkampfsportler wichtig, sich mit den Regularien des jeweiligen Verbandes und den Vorschriften fĂŒr den Wettkampf, auseinanderzusetzen. Selbst wenn CBD nicht verboten ist, können es andere Inhaltsstoffe der Produkte sein, die dann ggf. Konsequenzen nach sich ziehen, die bis zur Wettkampfsperre reichen können.

VerbĂ€nde können eigene Regeln aufstellen und selbst den CBD Nachweis unter Strafe stellen. Es ist also fĂŒr Sportler die sich mit anderen messen, wichtig, hier alle Unklarheiten zu beseitigen, bevor tatsĂ€chlich zum CBD gegriffen wird.

Problematisch ist auch, dass einem NahrungsergĂ€nzungsmittel ja keine Wirkversprechen zugeschrieben werden dĂŒrfen und es daher auch keine Dosierungsempfehlungen gibt. Erfahrungsberichte von Sportlern zeigen, dass die Dosierung, die der einzelne Aktive als wirksam empfindet, gravierend voneinander abweichen kann. Entsprechend ist bei Kontrollen der Nachweis auch unterschiedlich. Wer die dreifache Dosis einnimmt, baut dies ja in der Regel auch langsamer wieder ab.

Dass CBD von der Liste verbotener Substanzen genommen wurde, hĂ€ngt sicher auch damit zusammen, dass dem Wirkstoff keine leistungssteigernde Wirkung nachgewiesen werden konnte. Die Informationen, dass CBD beim Muskelaufbau unterstĂŒtzen soll, wurden als Mythos enttarnt. Dass sich mehr Muskeln bilden, hĂ€ngt damit zusammen, dass die Regenerationsphasen verkĂŒrzt werden und der Sportler schneller fĂŒr ein neues Training bereit ist. Außerdem wissen wir, dass der Muskelaufbau nur funktioniert, wenn es Ruhepausen gibt und die ErnĂ€hrung auf den muskelbildenden Stoffwechsel ausgerichtet ist. Dieses Zusammenspiel bewirkt, dass sich der Muskelaufbau schneller einstellen kann.

Einsatz bei EntzĂŒndungen

EntzĂŒndungen und Verletzungen gehören bei vielen Sportarten zum Programm. Die starke Beanspruchung der Muskeln fĂŒhrt zu kleinen Verletzungen, die Haut kann stark gereizt werden und sich entzĂŒnden (z.B. beim Radfahren) und GelenkentzĂŒndungen entwickeln sich, bei Sportarten, die als strapaziös fĂŒr die Gelenke bekannt sind (Sprungsportarten, Eislauf usw.).

Kleinere Blessuren sind nach jedem Training vorhanden. Dann kann CBD Öl schnelle und sanfte Linderung bringen. Bei grĂ¶ĂŸeren Verletzungen oder EntzĂŒndungen kann die herkömmliche Therapie mit CBD unterstĂŒtzt werden und dazu fĂŒhren, dass weniger Schmerzmittel (die ggf. auf der Dopingliste stehen) benötigt werden und eine Heilung schneller einsetzen kann.

Auch prÀventiv wird CBD von vielen Sportlern gern angewendet, vor allem weil sich die Regeneration der Muskeln dadurch vorantreiben lÀsst.

AntientzĂŒndliche Eigenschaften wurden ĂŒbrigens in Forschungen bereits nachgewiesen. Allerdings gibt es noch keine konkrete Bewertung der Wirkung, auch weil Hanf viele Jahre mit dem Image, eine Droge zu sein, nicht nĂ€her auf positive Wirkungen untersucht wurde. Im Gegenteil, um den Konsum zu senken, wurden nur die LangzeitschĂ€den die Cannabis verursachen kann, untersucht und herausgestellt. Allerdings ist die berauschende Wirkung auf THC zurĂŒck zu fĂŒhren und nicht auf CBD. Doch die anderen positiven Inhaltsstoffe kamen in den letzten Jahrzehnten bei der Forschung einfach zu kurz.

Einfluss auf die Regeneration

Um Unsicherheiten in Bezug auf Nebenwirkungen und Regeneration auszurÀumen, noch wichtige Hinweise zur Wirkung in Bezug auf die Muskelregeneration. Der Begriff an sich bedeutet Erholung oder Erneuerung. Sport belastet die Muskeln sehr. Das kennen Sporter in Form von schmerzhaftem Muskelkater, Verspannungen und Gelenkschmerzen.

Sowohl beim Sport selbst, als auch in der Gewichtsreduktion, spielt die Regeneration des Körpers eine bedeutsame Rolle, um messbare Erfolge zu erzielen. CBD wirkt entspannend und lösend. Schlafstörungen können damit behandelt werden. Das heißt, Sportler können schneller zur Ruhe können, die Muskelentspannung wird unterstĂŒtzt. Statt einer mehrtĂ€gigen Trainingspause sind tĂ€gliche Übungseinheiten möglich und erzielen eine Wirkung. Vor allem in der Gewichtsreduktion schießen viele ĂŒbers Ziel hinaus und gönnen sich keine Ruhe nach dem Sport. Ausbleibende Erfolge sind dann schnell demotivierend und es entsteht der Eindruck, es hat ja alles keinen Sinn mit dem Sport. Dem kann mit der Anwendung von CBD entgegen gewirkt werden.

Immer wieder ist auch die Frage aktuell, ob sich CBD auf KnochenbrĂŒche auswirken kann. Eine schnellere Heilung des Bruchs ist sicher nicht zu erwarten, unter Einnahme von CBD. Allerdings könnten Schmerzen natĂŒrlich gelindert werden. In diesem Zusammenhang kann CBD allerdings eingesetzt werden, um aus der Schonhaltung resultierende Verspannungen zu lösen, innere Unruhe zu mindern und fĂŒr einen besseren Schlaf zu sorgen.

Vorher oder nachher – das ist hier die Frage

Weil es keine Dosierungs- und Einnahmeempfehlung fĂŒr CBD gibt, muss sich jeder selbst an die Anwendung herantasten und leider mit Hilfe von Selbstversuchen, die fĂŒr sich geeignete Anwendung austesten.

Zum Zeitpunkt der Einnahme gibt es aber aufgrund von Erfahrungen anderer Sportler, bereits die Erkenntnis, dass die Einnahme von CBD nach dem Training erfolgten sollte. Wenn wir an die schnellere Regeneration denken, dann macht das ja auch Sinn. Vor der Beanspruchung muss ja noch nicht regeneriert werden.

Außerdem ist die ermĂŒdende Wirkung im Training eher hinderlich. Da CBD aber auch KrĂ€mpfe löst, kann es ggf. bei einsetzenden KrĂ€mpfen auch wĂ€hrend des Trainings zum Einsatz kommen.

Andere NahrungsergÀnzungsmittel interagieren mit CBD

Es gibt verschiedene NahrungsergĂ€nzungsmittel, die in Wechselwirkung mit CBD treten können. Wirkungen können dadurch verstĂ€rkt oder abgemildert werden. Dies betrifft beispielsweise Hopfen, Kava, Johanniskraut, Melatonin, L-Tryptophan und Katzenminze. Letztere mag verwirrend wirken als NahrungsergĂ€nzungsangebot, jedoch hat Katzenminze eine beruhigende Wirkung und wird von Menschen gern als Tee getrunken. Außerdem fördert sie die Verdauung und wirkt Ă€hnlich wie CBD gegen Schmerzen, was verstĂ€ndlich macht, dass diese beiden Mittel nicht kombiniert werden sollten.

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